Kurzfilm von Studierenden der TU Berlin über OHA

Im Anschluss an einen Vortrag von Prof. Melanie Jaeger-Erben im Rahmen der Ringvorlesung „Neue Technologien“ an der TU Berlin haben Studierende am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre einen kurzen Videoclip zu OHA produziert.

Link zum Video auf youtube

Herzlichen Dank an die Studierenden Linnea Bucher und Sebastian Bamberg sowie Ihren Dozenten Prof. Hans-Liudger Dienel!

 

OHA meets COG – Component Obsolescence Group

Am 25. September veranstaltete die Nachwuchsforschungsgruppe Obsoleszenz ein Fachgespräch zum Thema Abkündigung elektronischer Baugruppen, an dem über 100 Industrievertreter teilnahmen, die zumeist in der Component Obsolescence Group organisiert sind.

Wurde Obsoleszenz in den zurückliegenden Jahren insbesondere medial durch Aspekte wie geplante Obsoleszenz oder geplanter Verschleiß in die Gesellschaft getragen und diskutiert, so nehmen heute die Technik-Leitmedien das Phänomen Obsoleszenz mehr und mehr in ihre Schlagzeilen auf. Denn die Standards in der Elektronik setzt heute die Unterhaltungselektronik und nicht mehr der Automobilbau. Deutschland als Hersteller insbesondere von Investitionsgütern im Bereich Fahrzeugtechnik, Medizintechnik sowie Anlagen- und Maschinenbau ist auf Zulieferteile aus der gesamten Welt angewiesen. Stockt die Zulieferung, steht die Produktion. Die größten Herausforderungen haben deutsche Unternehmen heute im Bereich Service und Instandsetzung von Produkten, aber auch für die laufende Produktion werden Bauteile zunehmend nicht mehr produziert und Lösungen müssen schnell gefunden werden, die national und europäisch vermehrt ungelöst bleiben. Die Probleme liegen insbesondere bei aktiven Bauteilen, die etwas rechnen oder speichern können, und bei Displays. Getrieben durch diverse Faktoren werden jährlich Veränderungen an Bauteilen vorgenommen, die zur Abkündigung der aktuellen Produktion führen. Die Probleme, die bisher nur im B2B-Bereich (Business to Business) diskutiert wurden, werden mehr und mehr zum Umweltproblem, da eine Kreislaufwirtschaft verhindert wird. Repair, Reuse, Refurbisment und Remanufacturing sind in einer Kreislaufgesellschaft nur möglich, wenn Bauteile langfristig bereitgestellt werden, um Funktionen wieder herzustellen. Fast alle Industrievertreter haben nach dem Fachgespräch einen Onlinefragebogen ausgefüllt, der aktuell von der Forschungsgruppe ausgewertet wird, um Obsoleszenz im B2B-Bereich besser verstehen zu können.

OHA auf der Bits & Bäume Konferenz am 17. und 18. November 2018 in Berlin

Am 17. und 18. November findet an der Technischen Universität Berlin die Konferenz „Bits & Bäume“ statt, die sich den unterschiedlichen Szenen, Akteur*innen, Organisationen und den Schnittstellen im Nachhaltigkeits- sowie Digitalisierungsdiskurs hinwendet. Es wird der Leitfrage nachgegangen, wie die Digitalisierung zur sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft und insbesondere der Ökonomie Beitragen kann. Florian Hofmann und Jakob Zwiers (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung) bieten auf der „Bits & Bäume“ ein Kreativ-Workshop an, der den Titel „Circular Society – Eine pluralistische und emanzipatorische Alternative zur Circular Economy“ trägt. In der Werkstatt sollen nach einer kurzen Einführung gemeinsam mit den Partizipierenden Elemente einer Circular Society erarbeitet, dialogisiert und reflektiert werden, um eine auf der Idee der Zirkularität aufbauende Vision einer demokratisch-offenen, digitalen wie nachhaltigen Gesellschaft zu entwerfen.

FUTURES THINKING Workshop – “From Circular Economy to Circular Society” im Futurium Berlin

Am 12.9.2018 durften wir VertreterInnen aus Wirtschaft, Forschung, Kultur und Zivilgesellschaft herzlich im Futurium Lab willkommen heißen. Zukünfte nachhaltigen Lebens sollten gemeinsam erdacht, erfahren und gestaltet werden. Das Workshop-Format konnte als Kooperationsprojekt zwischen der TU-Berlin, dem Fraunhofer IZM sowie dem Futurium Berlin erstmalig realisiert werden.

Im Mittelpunkt der Workshops standen zum einen „FUTURES THINKING“ als methodologischer Ansatz und zum anderen „Wertschöpfung in der Circular Society“ als thematischer Schwerpunkt.

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Obsoleszenz und Metamorphose. Ein öffentlicher Dialog zwischen Florian Hofmann und Künstler Markus Keibel.

Am 24.09.2018 führten Florian Hofmann und der bildende Künstler Markus Keibel einen öffentlichen Dialog zum Thema Obsoleszenz und Metamorphose. Die Arbeits- und Interessensschwerpunkte der beiden überschneiden sich im übergeordneten Gegenstand der unumgänglichen konstanten Veränderung von Artefakten, Strukturen und Systemen. Markus Keibel setzt sich in seinen Arbeiten mit der ständigen Wandelbarkeit von Gedanken, Handlungen und Materie auseinander, während Florian Hofmann an Veränderungen von organisationalen Wertschöpfungssystemen im Kontext einer sozial-ökologischer Transformation forscht. Die beiden dialogisierten über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten eines systematischen Wandels des Ökonomischen, welche Rolle die bildenden Künste darin spielen können, sowie ob und inwieweit Kunst und Wissenschaft transformativ in Ökonomie und Gesellschaft hineinwirken können bzw. sollen.

Das Gespräch fand im Rahmen einer Ausstellung über die aktuellen Arbeiten von Markus Keibel im Hotel „Alexander Plaza“ in Berlin statt.

Circular Economy und sozial-ökologische Transformation – neue Publikation der Forschungsgruppe

Im Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie 2018/19 ist ein neuer Beitrag aus der Forschungsgruppe zum Thema „Circular Economy als Träger zur sozial-ökologischen Transformation?“ erschienen. Florian Hofmann, Jakob Zwiers, Melanie Jaeger-Erben und Max Marwede diskutieren im Beitrag das Potential kreislaufwirtschaftlicher Konzepte für die sozial-ökologische Transformation. Auf Basis einer Kritik gängiger Ansätze und Geschäftsmodelle der Circular Economy, deren blinder Fleck vor allem in einer Vernachlässigung sozialer Nachhaltigkeitsaspekte besteht, entwickeln sie die Skizze eine „Circular Society“ und definieren vier grundlegende Dimensionen: 1) Zugänglichkeit und Transparenz, 2) Demokratisierung, Aktivierung, Empowerment, 3) Gemeinschaftlichkeit, Kollaboration, Solidarität, 4) Innovativität und Kreativität.

Hofmann, Florian/ Zwiers/ Jakob, Jaeger-Erben, Melanie und Max Marwede (2018): Circular Economy als Träger sozial-ökologischer Transformation? In: Rogall. H. et al (2018): Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie. 217-229.

Transformative Forschung: Von der Programmatik zur Praxis – Neue Publikation

Welche Rolle spielt die Wissenschaft in der nachhaltigen Entwicklung? Sollen Wissenschaftler*innen eine sozial-ökologische Transformation beobachten, unterstützen oder gezielt gestalten? Um den Begriff „transformative Wissenschaft“ ist eine lebhafte Debatte in der Zeitschrift GAIA entbrannt. Die Forschungsgruppenleiterin Melanie Jaeger-Erben schreibt gemeinsam mit weiteren Nachhaltigkeitsforscherinnen ein Plädoyer für eine intensivere Beobachtung und (wissenschafts)theoretische Beschreibung der Praxis in Reallaboren und Co.

Jaeger-Erben, Melanie & Nagy, Emilia & Schäfer, Martina & Süßbauer, Elisabeth & Zscheischler, Jana. (2018). Von der Programmatik zur Praxis: Plädoyer für eine Grounded Theory transformationsorientierter Forschung. GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society. 27. 117-121. Download.

Vortrag an der Leuphana Universität Lüneburg von OHA

Am 6. Juni 2018 hält Tamina Hipp einen Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe SuCo an der Leuphana Universität Lüneburg. Unter dem Titel „Immer das Neueste oder Pflege des Gewohnten – Wie kommt es zu kurzen und langen Nutzungsdauern von Elektronikgeräten?“ stellt das OHA-Mitglied den aktuellen Stand ihrer Dissertation vor. Basierend auf dem gesammelten Datenmaterial wurden Typen von Praxisformen modelliert, die beschreiben, wie die Nutzungsdauer – gekoppelt  an spezifische Settings – hervorgebracht wird. Dadurch wird eine differenzierte Perspektive auf den Konsum von Elektronikprodukten ermöglicht, die über Opfer-Täter-Stereotypen hinausgeht.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung sind der Homepage zu entnehmen: https://www.leuphana.de/institute/infu/arbeitsgruppe-konsum-kommunikation-suco2/veranstaltungsreihe.html

OHA bei der 2. Europäischen Ressourcenkonferenz (EUREK)

Im Rahmen der IFAT 2018 findet am 16. Mai 2018 die „2. Europäische Ressourcenkonferenz“ statt. In drei Blöcken werden Themen einer nachhaltigen Ressourcenpolitik, umweltgerechten Produktgestaltung und des Recyclings von Elektroaltgeräten diskutiert. OHA-Mitglied Marina Proske trägt im Block „Ressourceneffizienz durch umweltgerechte Gestaltung von Produkten“ zum Thema „Ressourceneffizienz durch modulares Design“ vor.

Link zur Veranstaltung

Neue OHA-Publikation: „Verantwortungsdiskurse und Produktverantwortung im Kontext kurzlebiger Konsumgüter“

Der neu im transcript-Verlag erschienene Sammelband „Reflexive Responsibilisierung – Verantwortung für nachhaltige Entwicklung“ behandelt wissenschaftliche Perspektiven und politische Steuerungskonzepte zur  Zuschreibung von Verantwortung für nachhaltige Entwicklung und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen individueller und kollektiver Verantwortung.

Die OHA-Mitglieder Melanie Jaeger-Erben und Tamina Hipp stellen Ergebnisse aus der OHA-Forschung zu Mediendiskursen und der Konsument_innen-Perspektive vor und diskutieren die Grenzen und Möglichkeiten der Verantwortung für die Lebensdauer von Konsumgüternn

Jaeger-Erben, Melanie / Hipp, Tamina (2018): Geplanter Verschleiß oder Wegwerfkonsum? Verantwortungsdiskurse und Produktverantwortung im Kontext kurzlebiger Konsumgüter. In: Buschmann, Nikolaus / Henkel, Anna / Hochmann, Lars / Lüdtke, Nico (Hg.) (2018): Reflexive Responsibilisierung. Verantwortung für nachhaltige Entwicklung. Bielefeld: transcript, S. 373-394.