Nutzungsdauern zwischen Anspruch und Wirklichkeit – Erste Ergebnisse einer neuen OHA-Befragung

In der Adventszeit boomt auch der Elektronik-Handel und der Wunsch, seinen Liebsten mit dem Neuesten vom Neuen zu verwöhnen, hat zur Konsequenz, dass viele noch funktionsfähige Geräte ausgetauscht werden.

Doch nicht nur zur Weihnachtszeit endet die Lebens- und Nutzungsdauer von Elektrogeräten frühzeitig, obwohl sie noch funktionfähig sind. Und das obwohl – wie die aktuelle, repräsentative Befragung der OHA-Forschungsgruppe zeigt – die möglichste lange Nutzung von Geräten als sozial erwünscht und als wichtiger Beitrag für den Umweltschutz gesehen wird. Die Orientierung an Neuheit („newism“), die Routinen im Umgang mit Geräten und verschiedene strukturelle und individuelle Hemmnisse können dazu beitragen, dass das erwünschte Handeln nicht konsequent umgesetzt wird. Die ersten deskriptiven Ergebnisse der Befragung finden sich hier.

OHA im King Kong Klima-Podcast

Do-It-Yourself – Reparieren als Antwort auf die Wegwerfgesellschaft„- ein Podcast-Beitrag mit Beteiligung von Melanie Jaeger-Erben/ OHA (ab Minute 34) ist am 7.12.2019 erschienen. King Kong Klima beschäftigt sich mit Umweltschutz und Klimawandel, gibt konkrete Klimatipps und zeigt Wege aus dem Ökodschungel. Im Podcast ging es um das Thema Obsoleszenz, die Eigenschaften der „Wegwerfgesellschaft“ und die Rolle von Do-It-Yourself und Reparatur als Strategie gegen die Kurzlebigkeit der Konsumgüter.

 

Melanie Jaeger-Erben und OHA gewinnen den Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“

Der Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ des Wuppertal Instituts und der Zempelin-Stiftung im Stifterverband wird 2019 bereits zum dritten Mal vergeben. In diesem Jahr gewinnt Prof. Dr. Melanie Jaeger-Erben, Leiterin der Nachwuchsgruppe OHA und des Fachgebiets „Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in der Elektronik“ an der TU Berlin, den mit 25.000 Euro dotierten Preis. Die Jury betonte insbesondere ihr transdisziplinäres Profil und ihre wissenschaftlichen Arbeiten an der Schnittstelle von Politik und Gesellschaft. Besonders hervorgehoben wurde die inter- und transdisziplinäre Arbeit der Nachwuchsgruppe OHA.

Mehr zum Preis in der Pressemitteilung des Wuppertal-Instituts

Ein Artikel über Melanie Jaeger-Erben in der DUZ – Deutschen Universitätszeitung

Neue Publikation: Umsetzungsarchitektur einer digital-emanzipatorischen Circular Economy

Das am 04. Juli publizierte Buch „Was Bits & Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten“ beinhaltet Ansätze für eine Digitalisierungsarchitektur, die dem Gemeinwohl dient, Datenschutz ernst nimmt und soziale sowie ökologische Ziele simultan fördert (hier).

Der von den OHA-Mitlgiedern Florian Hofmann, Melanie Jaeger-Erben sowie Jakob Zwiers (IZT, Berlin) verfasste Kurztext skizziert acht Elemente, die in ihrer wechselseitigen Verwobenheit eine  Umsetzungsarchitektur einer digital-emanzipatorischen Circular Economy hervorbringt (hier).

 

Neue Publikation: From Take-Make-Dispose to a Circular Society – Introduction of a new vision in six propositions

Eine neue Imagebroschüre der Forschungsgruppe Obsoleszenz stellt die Circular Society vor: Eine ganzheitliche und nachhaltige Vision einer Wirtschaft, die ein Gleichgewicht zwischen Öko-, Technologie- und Soziosphäre schafft. Sechs Thesen und begleitende Bilder präsentieren die Ideen der Arbeitsgruppe für einen Transformationspfad, der den selbstzerstörerischen Stoffwechsel heutiger Konsum- und Produktionssysteme überwinden soll.

Download hier

Neue Publikation: Circular Econmy und die sozial-ökologische Krise

Im Rahmen der Schriftenreihe Nachhaltigkeit der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung ist das Heft „Kreislaufwirtschaft – ein Ausweg aus der sozial-ökologischen Krise?“, verfasst von den OHA-Mitgliedern Melanie Jaeger-Erben und Florian Hofmann erschienen.Vor dem Hintergrund einer kritischen Perspektive auf gegenwärtige Systeme der Konsumption und Produktion versucht der Band, Konzepte des Circular Economy hinsichtlich ihres Potentials für eine sozial-ökologische Transformation zu beleuchten. Dabei wird der einseitige Fokus auf Wirtschaft und Technologie kritisch diskutiert und das Zukunftsszenario einer Circular Society skizziert, das Konzepte sozialer Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit einbezieht.


PDFSchriftenreihe NACHHALTIGKEIT Heft 5 (PDF, 1930 KB)

 

 

OHA am 9.5., 18 Uhr bei den Hybrid Talks XXXV Berlin zum Thema »Vergänglichkeit«

Die Hybrid Talks laden zur gegenseitigen Inspiration und Vernetzung ein. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Disziplinen treffen aufeinander und beleuchten aus ihrer Perspektive das Thema »Vergänglichkeit« in kurzen Präsentationen von je 10 Minuten. Der Austausch über die Grenzen einzelner Disziplinen hinweg wird im Anschluss an die Vorträge in lockerer Atmosphäre fortgesetzt.

Die Hybrid Talks sind ein Veranstaltungsformat der Hybrid Plattform, der disziplinenübergreifenden Projektplattform auf dem Campus Charlottenburg.

Melanie Jaeger-Erben wird am Donnerstag, 09. Mai 2019, 18 Uhr einen Kurzinput zum Thema »Obsolet. Die gesellschaftliche De/Konstruktion des Entwerteten« geben. Die Veranstaltung findetim Hybrid Lab, TU Berlin, Marchstraße 8, 10587 Berlin statt.

Weitere Infos finden sich hier.

 

Neuer Artikel: Circular business models: Business approach as driver or obstructer of sustainability transitions?

Zirkulär orientierte Geschäftsmodelle (Circular Business Models) werden von politischen Institutionen, multinationalen Unternehmen, Unternehmensberatungsgesellschaften und Teilen der Wissenschaft als hoffnungsvolles und attraktives unternehmerisches Konzept verkündet, den Herausforderungen des Anthropozäns, wie z.B. Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Verknappung natürlicher Ressourcen, aktiv zu begegnen. Es wird argumentiert, dass Circular Business Models zur ganzheitlichen und radikalen Restrukturierung von unternehmerischen Wertschöpfungslogiken beitragen, die das Potential entfalten, ein sich wechselseitig beeinflussendes System aus nachhaltiger Produktion und naturbewahrenden Konsum zu etablieren. Können Circular Business Models tatsächlich als „ganzheitlich“ und „radikal“ bezeichnet werden, insbesondere vor dem Hintergrund der tiefgreifenden strukturellen und paradigmatischen gesellschaftlichen Veränderungen, die unabdingbar erscheinen, wenn ökonomische Aktivitäten so organisiert werden sollen, dass sie die planetarischen Grenzen nicht überschreiten.

Go to journal home page - Journal of Cleaner Production

Der Artikel von Florian Hofmann ist eine methodologisch geleitete Reflexion der wissenschaftlichen Literatur über Circular Business Models und legt das dem Konzept innehärente Nachhaltigkeit

 

Der Beitrag lässt sich hier bis zum 17. Mai kostenfrei abrufen und downloaden.

 

Hofmann, Florian (2019): Circular business models: Business approach as driver or obstructer of sustainability transitions? Journal of Cleaner Production 224 (2019), 361 – 374.

Neuer Artikel: Interdisziplinäre Perspektive auf modulare Smartphones und ihre Ökobilanz

Modulare Elektronikprodukte werden oft als Strategie genannt, um lange Nutzungsdauern, eine stärkere Produktbindung und einen geringeren Ressourcenverbrauch zu fördern. Der Artikel von Marina Proske und Melanie Jaeger-Erben im „Journal of Cleaner Production“ betrachtet am Beispiel Smartphone verschiedene potentielle Modularitätskonzepte im HInblick Go to journal home page - Journal of Cleaner Productionauf ihre Funktionalitäten, dem Einfluss auf die Mensch-Objekt-Beziehung sowie ihre Ökobilanz. Dabei werden ingenieurs- und sozialwissenschaftliche Perspektiven kombiniert.

Der Beitrag lässt sich hier bis zum 8.5. kostenfrei abrufen.

 

Proske/ Jaeger-Erben (2019). Decreasing obsolescence with modular smartphones? – An interdisciplinary perspective on lifecycles, Journal of Cleaner Production, Volume 223, Pages 57-66,

 

 

 

 

Kurzfilm von Studierenden der TU Berlin über OHA

Im Anschluss an einen Vortrag von Prof. Melanie Jaeger-Erben im Rahmen der Ringvorlesung „Neue Technologien“ an der TU Berlin haben Studierende am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre einen kurzen Videoclip zu OHA produziert.

Link zum Video auf youtube

Herzlichen Dank an die Studierenden Linnea Bucher und Sebastian Bamberg sowie Ihren Dozenten Prof. Hans-Liudger Dienel!