Transformationspfade

Ein zentrales Ziel der Nachwuchsforschergruppen ist es, gemeinsam mit Praxispartnern soziale, ökonomische und politische Maßnahmen zu entwickeln, die eine langjährige Produktnutzung und die Überwindung von Obsoleszenz ermöglichen. Zwei Ansätze werden verfolgt:

1. Entwicklung von konkreten Interventionsmaßnahmen, dazu gehören:

  • Konsumentinnen/Konsumenten-orientierte Strategien: eine Informationsplattform (Webseite) mit Handlungsempfehlungen oder ein App, die über Kriterien der Langlebigkeit bei bestimmten Produktgruppen informiert; Entwicklung von öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen zur Schaffung von Aufmerksamkeit für das Thema Obsoleszenz (z.B. Kurzfilm, Aktionstag).
  • Öko-innovative Wirtschaftsmodelle für ein bis drei Unternehmen/Produkte (Kundenbeziehung, Nutzenversprechen, Wertschöpfungskette, Stakeholder, Produktion, Marketing, Kostenstruktur, Einnahmen)
  • Produktbezogener Instrumentenmix: Integration von Langlebigkeitsaspekten in bestehende Instrumente wie der Ökodesign-Richtlinie oder Label wie dem Blauen Engel unter Berücksichtigung von Akzeptanz, Kommunikation, technische Anforderungen, Kosten-Nutzen etc.

2. Entwicklung von Transformationspfaden:

In Szenarioworkshops werden qualitative Nachhaltigkeits-Szenarien erstellt, bei der die Schlüsselfaktoren in den verschiedenen Dimensionen (Politik, Technik, Wirtschaft, Konsum) anhand der Ergebnisse aus den vorhergehenden Arbeitspaketen identifiziert, deren Wirkungsbeziehungen ausgemacht und deren mögliche und (zukünftige) Ausprägungen entwickelt werden. Dabei werden die sozial-ökologischen Auswirkungen der Szenarien im Vergleich zum „status quo“ bewertet.