OHA proudly presents: Circular Society Forum 2021

This is a forum for everyone who is interested in the term “Circular Society” and the social-ecological transformation of society following circular principles – whether you are a practitioner, decision-maker, researcher or citizen. The Circular Society Forum offers anyone interested a several days lasting frame for sharing research findings, field experiences, artistic-creative work as well as example projects and space for discussion.

The Forum takes place online from 22 to 25 February with an amazing program that covers many issues around Circular Society.

Each day is dedicated to a specific topic which were derived from the forum ́s submissions. On Thursay afternoon – 25th of February – the second Circular Society Gathering will take place where we will con- tinue to work on a common Roadmap for a Circular Society Movement. Everyone interested is welcome to join!

Please visit https://www.circularsociety.de

„Reparieren statt Wegwerfen“

Jeder Deutsche wirft im Schnitt knapp 20 kg Elektroschrott weg – und das pro Jahr. Aber ist das im Angesicht weltweit wachsender Müllberge aus Plastik- und Elektro-Schrott, in Zeiten schwindender Ressourcen noch zeitgemäß?

Marko Rösseler begleitet für seine WDR-Dokumentation „Reparieren statt Wegwerfen“ Herrn Jung eine Weile bei seiner Arbeit. Vor 37 Jahren hat sich Heinrich Jung mit seiner Reparaturwerkstatt „Blitzblume“ für defekte Elektrogeräte selbständig gemacht. Blitz wegen seines Elektroberufes und die Blume für die Ökologie. In vielen Dingen, die uns umgeben, sei eine Sollbruchstelle eingebaut, behauptet der Elektro-Meister: Herde, Toaster, Waschmaschinen, Smartphones etc. würden von der Industrie absichtlich nicht für die Ewigkeit konstruiert sein.

Längst gibt es Menschen, die eine neue „Kultur der Reparatur“ fordern. Die WDR-Story stellt sie vor: Frank Bräuer, Gründer der Firma „Akkutauschen“, Wolfgang Heckel, Generaldirektor des Deutschen Museums und leidenschaftlicher Reparateur oder Bas von Abel, Fairphone Gründer, wünschen sich alle Änderungen im Bereich Langlebigkeit von Elektrogeräten und deren Reparatur.

„Wir müssen weg von einer Wegwerfgesellschaft und Hin zu einer Reparaturgesellschaft“ meint Janis Winzer, Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts für Zuverlässigkeit und Mikroelektronik. In einer vom BMBF geförderten inter- und transdisziplinären Forschungsgruppe, die von Melanie Jaeger-Erben und Janis Winzer geleitet wird, wurde der Datensatz von Herrn Jung und seinem Unternehmen ausgewertet. Das Ergebnis: Geräte halten im Schnitt acht Jahre. Mit zwei Reparaturen kann die Lebensdauer allerdings auf 15 Jahre erhöht werden. Das Problem: Reparieren muss sich lohnen. Heinrich Jung ist der Meinung: „Das Reparieren ist eine Frage, die von den Werten einer Gesellschaft abhängt.“

In der Dokumentation werden verschiedene Ansichten zu der Thematik Reparatur beleuchtet, Probleme erläutert und Lösungen vorgeschlagen. Der Bericht erschien am 18.11.2020 im WDR und kann hier nachgeschaut werden.

Master thesis: „Obsoleszenz im Spannungsfeld zwischen Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum – Einblick in die Gründe und Folgen im B2B-Bereich am Beispiel Bauteilabkündigung“

Dem Spannungsfeld aus Nachhaltigkeit und Wirtschaftswachstum begegnen wir als Gesellschaft des übermäßigen Konsums nahezu täglich. Besonders auffällig ist der Konsumwandel im Bereich der Elektronikindustrie. Im Zuge der Schnelllebigkeit unserer Konsumgesellschaft gewinnt Obsoleszenz im Sinne der Kurzlebigkeit von Produkten immer mehr an Bedeutung. Diese wird häufig im Bereich Business to Customer (B2C) beschrieben und erforscht, allerdings selten im Bereich Business to Business (B2B).

Dieser Forschungslücke möchte Audrey Kortenbeutel, Studentin an der HWR im Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement, entgegenwirken. In ihrer Masterarbeit stellt sie sich die Frage: „Was sind die aktuellen Treiber und daraus resultierenden Herausforderungen bei der Bauteilabkündigungsproblematik unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeitsdimensionen?“. Im Zentrum der Arbeit werden Fragen zur Aktualität der Thematik Bauteilabkündigung innerhalb der Elektronikunternehmen und derzeitige Handlungsmaßnahmen als Reaktion auf mögliche Folgen beantwortet sowie eine kritische Betrachtung derzeitiger als auch möglicher zukünftiger Lösungsansätze im Obsoleszenzmanagement durchgeführt.

Die Masterarbeit finden Sie hier.

New publication: „Exploring 14 years of repair records – information retrieval, analysis potential and data gaps to improve reparability“

> How can the digitalisation support reparability and repair activities?
> What is the value of data from repair shops?
> Should we gather more data? What are prerequisites for large scale data collection and analysis?

The study provides fundamental knowledge on potentials and limits of repair data for specific repair applications relevant to different stakeholders. An unfiltered dataset was obtained from an independent repair shop and an explorative data analysis approach was applied to clean, visualize and analyse the data.

From Eduard Wagner, Ellen Bracquené and Melanie Jaeger-Erben. The study was published in the Journal of Cleaner Production.

It can be accessed here.

Call for Contributions – OHA veranstaltet das „Circular Society Forum 2021“

 

 

 

Gemeinsam mit der Hans Sauer Stiftung lädt die Forschungsgruppe OHA herzlich zum „Circular Society Forum 2021“ vom 22.-26.2.2021 ein. Das Forum wird als virtuelle Konferenz mit einem Live-Day am 24.2.2021 stattfinden.

Das Forum richtet sich an alle, die am Begriff der “Circular Society” und einer sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft nach den Prinzipien der Zirkularität interessiert sind – sei es als Praktiker*in, Entscheidungsträger*in, Forscher*in oder Bürger*in.

Das “Circular Society Forum” möchte allen Interessierten einen mehrtägigen Rahmen bieten, um Forschungsergebnisse, Praxiserfahrungen, künstlerisch-kreative Arbeiten sowie Projektbeispiele zu teilen und in Diskussionen rund um das Thema einzutreten.

Mehr Infos hier 

 

 

 

 

Wie nachhaltig ist die Digitalisierung? – Melanie Jaeger-Erben beim rbb Inforadio

Ist das noch gut oder kann das weg? Was bedeutet das immer neue Smartphone für die Arbeitsbedingungen in Afrika? Und was heißt Digitalisierung für unser Zusammenleben? Diese Fragen diskutiert Thomas Prinzler mit seinen Gästen beim 110. Treffpunkt Wissenswerte.

Melanie Jaeger-Erben war zu Gast und gab Einblicke in die OHA-Forschung und die Perspektiven des Fachgebiets Transdiziplinäre Nachhaltigkeitsforschung der TU Berlin.

Hier geht es zu Treffpunkt Wissenswerte.

Hier geht es zum Podcast.

Hier geht es zur Radio-Sendung auf rbb.

OHA-Forschung in der Endrunde des Falling Walls Awards

Seit dem ersten Treffen am 9. November 2009 – dem 20. Jahrestag des friedlichen Falls der Berliner Mauer – haben sich die Falling Walls Conference und die Berlin Science Week zu einem Schauplatz für wissenschaftliche Durchbrüche entwickelt. Im Zentrum steht die Kernfrage: Welche Mauern in Wissenschaft und Gesellschaft sind die nächsten, die fallen?
Die Fraunhofer-Gesellschaft hat OHA-Leiterin Prof. Melanie Jaeger-Erben nominiert, die ihren wissenschaftlichen Durchbruch in der Kategorie Ingenieurwesen und Technologie hier vorstellt: https://bit.ly/2T5RsJN.
Eine kostenlose Registrierung ür die virtuelle Präsentation der Science Breakthroughs of the Year vom 1. bis 10. November 2020 lässt sich hier vornehmen: www.falling-walls.com/2020. #WorldScienceSummit

Selber Reparieren als Beitrag zur Langlebigkeit – neuer Artikel aus der OHA-Forschung

Reparaturinitiativen, sog. Repair-Cafés, werden vergangener Zeit häufig als Antwort auf eine Vielzahl von Nachhaltigkeitsherausforderungen beschrieben. Weniger offensichtlich sind sozialwissenschaftliche Analysen über Menschen, die Gegenstände zu Hause reparieren. Der wissenschaftliche Artikel im „Journal of Cleaner Production“ von Sabine Hielscher und Melanie Jaeger-Erben soll Einblicke geben, wie Menschen bei sich zu Hause alltäche und außer-alltägliche Reparaturen durchführen. Das Papier hebt die Bedeutung praktischer Kompetenzen, des Selbstwirksamkeitsgefühls und der Alltagsroutinen der Menschen hervor, wenn es darum geht, Reparaturen im Haushalt durchzuführen.
Kostenloser Download bis zum 8.10.2020 hier möglich oder per Mail an jaeger-erben@tu-berlin.de

New publication: Organizational transition management of circular business model innovations

Why is it so difficult and complex for existing companies to implement circular business models?

What do corporations require to successfully initiate and navigate circular business model innovation?

Florian Hofmann and Melanie Jaeger-Erben pursued these questions in the recently published article „Organizational transition management of circular business model innovations“. Drawing on interviews with consultants for sustainable business development and circular economy experts, they propose organizational conditions and management strategies that frustrate the reproduction of linear and unsustainable business models and, thus, enable initial moves towards circular business model innovation.

The study was published in the prestigious international scientific journal “Business strategy and the environment”.

It can be downloaded for free (#openaccess) under the following link: Download here

 

OHA im Present Futures Forum Webcast

Melanie Jaeger-Erben ist Gast im Present Futures Forum Webcast der TU Berlin und spricht über kooperatives Forschen, Reparierkultur und Nachhaltigkeit. Ebenso geht es um die Gestaltung von Zukünften und Dialog mit Bürger*innen.

„Das neue Webcast des Present Futures Forums Berlin stellt Forschende an der TU Berlin vor, die sich in ihrer Arbeit interdisziplinären Perspektiven und dem Austausch mit der Gesellschaft verschrieben haben. In lockeren Interviews mit dem geschäftsführenden Leiter des Forums, Dr. Gerrit Rößler, berichten sie aus dem Home Office von ihren Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit anderen Forschenden, erzählen von Herausforderungen aus dem Arbeitsalltag und geben Tipps für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“