Neue Publikation: Umsetzungsarchitektur einer digital-emanzipatorischen Circular Economy

Das am 04. Juli publizierte Buch „Was Bits & Bäume verbindet – Digitalisierung nachhaltig gestalten“ beinhaltet Ansätze für eine Digitalisierungsarchitektur, die dem Gemeinwohl dient, Datenschutz ernst nimmt und soziale sowie ökologische Ziele simultan fördert (hier).

Der von den OHA-Mitlgiedern Florian Hofmann, Melanie Jaeger-Erben sowie Jakob Zwiers (IZT, Berlin) verfasste Kurztext skizziert acht Elemente, die in ihrer wechselseitigen Verwobenheit eine  Umsetzungsarchitektur einer digital-emanzipatorischen Circular Economy hervorbringt (hier).

 

Neue Publikation: From Take-Make-Dispose to a Circular Society – Introduction of a new vision in six propositions

Eine neue Imagebroschüre der Forschungsgruppe Obsoleszenz stellt die Circular Society vor: Eine ganzheitliche und nachhaltige Vision einer Wirtschaft, die ein Gleichgewicht zwischen Öko-, Technologie- und Soziosphäre schafft. Sechs Thesen und begleitende Bilder präsentieren die Ideen der Arbeitsgruppe für einen Transformationspfad, der den selbstzerstörerischen Stoffwechsel heutiger Konsum- und Produktionssysteme überwinden soll.

Download hier

Neue Publikation: Circular Econmy und die sozial-ökologische Krise

Im Rahmen der Schriftenreihe Nachhaltigkeit der Hessischen Landeszentrale für Politische Bildung ist das Heft „Kreislaufwirtschaft – ein Ausweg aus der sozial-ökologischen Krise?“, verfasst von den OHA-Mitgliedern Melanie Jaeger-Erben und Florian Hofmann erschienen.Vor dem Hintergrund einer kritischen Perspektive auf gegenwärtige Systeme der Konsumption und Produktion versucht der Band, Konzepte des Circular Economy hinsichtlich ihres Potentials für eine sozial-ökologische Transformation zu beleuchten. Dabei wird der einseitige Fokus auf Wirtschaft und Technologie kritisch diskutiert und das Zukunftsszenario einer Circular Society skizziert, das Konzepte sozialer Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit einbezieht.


PDFSchriftenreihe NACHHALTIGKEIT Heft 5 (PDF, 1930 KB)

 

 

OHA am 9.5., 18 Uhr bei den Hybrid Talks XXXV Berlin zum Thema »Vergänglichkeit«

Die Hybrid Talks laden zur gegenseitigen Inspiration und Vernetzung ein. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Disziplinen treffen aufeinander und beleuchten aus ihrer Perspektive das Thema »Vergänglichkeit« in kurzen Präsentationen von je 10 Minuten. Der Austausch über die Grenzen einzelner Disziplinen hinweg wird im Anschluss an die Vorträge in lockerer Atmosphäre fortgesetzt.

Die Hybrid Talks sind ein Veranstaltungsformat der Hybrid Plattform, der disziplinenübergreifenden Projektplattform auf dem Campus Charlottenburg.

Melanie Jaeger-Erben wird am Donnerstag, 09. Mai 2019, 18 Uhr einen Kurzinput zum Thema »Obsolet. Die gesellschaftliche De/Konstruktion des Entwerteten« geben. Die Veranstaltung findetim Hybrid Lab, TU Berlin, Marchstraße 8, 10587 Berlin statt.

Weitere Infos finden sich hier.

 

Neuer Artikel: Circular business models: Business approach as driver or obstructer of sustainability transitions?

Zirkulär orientierte Geschäftsmodelle (Circular Business Models) werden von politischen Institutionen, multinationalen Unternehmen, Unternehmensberatungsgesellschaften und Teilen der Wissenschaft als hoffnungsvolles und attraktives unternehmerisches Konzept verkündet, den Herausforderungen des Anthropozäns, wie z.B. Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Verknappung natürlicher Ressourcen, aktiv zu begegnen. Es wird argumentiert, dass Circular Business Models zur ganzheitlichen und radikalen Restrukturierung von unternehmerischen Wertschöpfungslogiken beitragen, die das Potential entfalten, ein sich wechselseitig beeinflussendes System aus nachhaltiger Produktion und naturbewahrenden Konsum zu etablieren. Können Circular Business Models tatsächlich als „ganzheitlich“ und „radikal“ bezeichnet werden, insbesondere vor dem Hintergrund der tiefgreifenden strukturellen und paradigmatischen gesellschaftlichen Veränderungen, die unabdingbar erscheinen, wenn ökonomische Aktivitäten so organisiert werden sollen, dass sie die planetarischen Grenzen nicht überschreiten.

Go to journal home page - Journal of Cleaner Production

Der Artikel von Florian Hofmann ist eine methodologisch geleitete Reflexion der wissenschaftlichen Literatur über Circular Business Models und legt das dem Konzept innehärente Nachhaltigkeit

 

Der Beitrag lässt sich hier bis zum 17. Mai kostenfrei abrufen und downloaden.

 

Hofmann, Florian (2019): Circular business models: Business approach as driver or obstructer of sustainability transitions? Journal of Cleaner Production 224 (2019), 361 – 374.

Neuer Artikel: Interdisziplinäre Perspektive auf modulare Smartphones und ihre Ökobilanz

Modulare Elektronikprodukte werden oft als Strategie genannt, um lange Nutzungsdauern, eine stärkere Produktbindung und einen geringeren Ressourcenverbrauch zu fördern. Der Artikel von Marina Proske und Melanie Jaeger-Erben im „Journal of Cleaner Production“ betrachtet am Beispiel Smartphone verschiedene potentielle Modularitätskonzepte im HInblick Go to journal home page - Journal of Cleaner Productionauf ihre Funktionalitäten, dem Einfluss auf die Mensch-Objekt-Beziehung sowie ihre Ökobilanz. Dabei werden ingenieurs- und sozialwissenschaftliche Perspektiven kombiniert.

Der Beitrag lässt sich hier bis zum 8.5. kostenfrei abrufen.

 

Proske/ Jaeger-Erben (2019). Decreasing obsolescence with modular smartphones? – An interdisciplinary perspective on lifecycles, Journal of Cleaner Production, Volume 223, Pages 57-66,

 

 

 

 

Kurzfilm von Studierenden der TU Berlin über OHA

Im Anschluss an einen Vortrag von Prof. Melanie Jaeger-Erben im Rahmen der Ringvorlesung „Neue Technologien“ an der TU Berlin haben Studierende am Institut für Berufliche Bildung und Arbeitslehre einen kurzen Videoclip zu OHA produziert.

Link zum Video auf youtube

Herzlichen Dank an die Studierenden Linnea Bucher und Sebastian Bamberg sowie Ihren Dozenten Prof. Hans-Liudger Dienel!

 

OHA meets COG – Component Obsolescence Group

Am 25. September veranstaltete die Nachwuchsforschungsgruppe Obsoleszenz ein Fachgespräch zum Thema Abkündigung elektronischer Baugruppen, an dem über 100 Industrievertreter teilnahmen, die zumeist in der Component Obsolescence Group organisiert sind.

Wurde Obsoleszenz in den zurückliegenden Jahren insbesondere medial durch Aspekte wie geplante Obsoleszenz oder geplanter Verschleiß in die Gesellschaft getragen und diskutiert, so nehmen heute die Technik-Leitmedien das Phänomen Obsoleszenz mehr und mehr in ihre Schlagzeilen auf. Denn die Standards in der Elektronik setzt heute die Unterhaltungselektronik und nicht mehr der Automobilbau. Deutschland als Hersteller insbesondere von Investitionsgütern im Bereich Fahrzeugtechnik, Medizintechnik sowie Anlagen- und Maschinenbau ist auf Zulieferteile aus der gesamten Welt angewiesen. Stockt die Zulieferung, steht die Produktion. Die größten Herausforderungen haben deutsche Unternehmen heute im Bereich Service und Instandsetzung von Produkten, aber auch für die laufende Produktion werden Bauteile zunehmend nicht mehr produziert und Lösungen müssen schnell gefunden werden, die national und europäisch vermehrt ungelöst bleiben. Die Probleme liegen insbesondere bei aktiven Bauteilen, die etwas rechnen oder speichern können, und bei Displays. Getrieben durch diverse Faktoren werden jährlich Veränderungen an Bauteilen vorgenommen, die zur Abkündigung der aktuellen Produktion führen. Die Probleme, die bisher nur im B2B-Bereich (Business to Business) diskutiert wurden, werden mehr und mehr zum Umweltproblem, da eine Kreislaufwirtschaft verhindert wird. Repair, Reuse, Refurbisment und Remanufacturing sind in einer Kreislaufgesellschaft nur möglich, wenn Bauteile langfristig bereitgestellt werden, um Funktionen wieder herzustellen. Fast alle Industrievertreter haben nach dem Fachgespräch einen Onlinefragebogen ausgefüllt, der aktuell von der Forschungsgruppe ausgewertet wird, um Obsoleszenz im B2B-Bereich besser verstehen zu können.

OHA auf der Bits & Bäume Konferenz am 17. und 18. November 2018 in Berlin

Am 17. und 18. November findet an der Technischen Universität Berlin die Konferenz „Bits & Bäume“ statt, die sich den unterschiedlichen Szenen, Akteur*innen, Organisationen und den Schnittstellen im Nachhaltigkeits- sowie Digitalisierungsdiskurs hinwendet. Es wird der Leitfrage nachgegangen, wie die Digitalisierung zur sozial-ökologischen Transformation der Gesellschaft und insbesondere der Ökonomie Beitragen kann. Florian Hofmann und Jakob Zwiers (Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung) bieten auf der „Bits & Bäume“ ein Kreativ-Workshop an, der den Titel „Circular Society – Eine pluralistische und emanzipatorische Alternative zur Circular Economy“ trägt. In der Werkstatt sollen nach einer kurzen Einführung gemeinsam mit den Partizipierenden Elemente einer Circular Society erarbeitet, dialogisiert und reflektiert werden, um eine auf der Idee der Zirkularität aufbauende Vision einer demokratisch-offenen, digitalen wie nachhaltigen Gesellschaft zu entwerfen.

Obsoleszenz und Metamorphose. Ein öffentlicher Dialog zwischen Florian Hofmann und Künstler Markus Keibel.

Am 24.09.2018 führten Florian Hofmann und der bildende Künstler Markus Keibel einen öffentlichen Dialog zum Thema Obsoleszenz und Metamorphose. Die Arbeits- und Interessensschwerpunkte der beiden überschneiden sich im übergeordneten Gegenstand der unumgänglichen konstanten Veränderung von Artefakten, Strukturen und Systemen. Markus Keibel setzt sich in seinen Arbeiten mit der ständigen Wandelbarkeit von Gedanken, Handlungen und Materie auseinander, während Florian Hofmann an Veränderungen von organisationalen Wertschöpfungssystemen im Kontext einer sozial-ökologischer Transformation forscht. Die beiden dialogisierten über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten eines systematischen Wandels des Ökonomischen, welche Rolle die bildenden Künste darin spielen können, sowie ob und inwieweit Kunst und Wissenschaft transformativ in Ökonomie und Gesellschaft hineinwirken können bzw. sollen.

Das Gespräch fand im Rahmen einer Ausstellung über die aktuellen Arbeiten von Markus Keibel im Hotel „Alexander Plaza“ in Berlin statt.