OHA zu Gast bei zibb im rbb-Fernsehen

Unter dem Titel „Manipulierte Geräte: Einbildung oder Realität“ beschäftigte sich die rbb-Sendung zibb am 23.1.18 mit dem Thema Produkt-Obsoleszenz. Melanie Jaeger-Erben konnte einige Einblicke in die Ergebnisse und Reflektionen von OHA geben.

Beitrag in der rbb-Mediathek ansehen

Eine ausführliche Darstellung der erwähnten Studie findet sich im Downlad-Bereich (OHA-Texte 1/2017)

 

 

 

OHA auf der PLATE 2017 in Delft

Vom 8.-10. November hat die zweite Konferenz „Product Lifetimes and The Environment“, kurz PLATE an der TU Delft stattgefunden. Die Nachwuchsgruppe OHA war hier unter anderem mit mehreren Vorträgen stark vertreten.

In den Conference-Proceedings finden sich folgende Publikationen zur OHA-Forschung:

Florian Hofmann, Max Marwede, Nils Nissen und Klaus-Dieter Lang: Circular added value: business model design in the circular economy.

Melanie Jaeger-Erben und Marina Proske: What’s hot what’s not: the social construction of product obsolescence and its relevance for strategies to increase functionality

Außerdem wurde anlässlich des parallel stattfindenden „Disruptive Innovation Festival“ der Ellen McArthur-Foundation die Interview-Session Ever faster – ever shorter? Is planned obsolescence real?  aufgenommen, mit Beteiligung von OHA-Mitglied Melanie Jaeger-Erben (ab Minute 11:07).

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=aCFuxNSHKro?rel=0&start=667&w=560&h=315]

 

Wir freuen uns sehr, dass die PLATE 2019 in Berlin stattfinden wird, ausgerichtet durch das Fraunhofer IZM in Kooperation mit der TU Berlin und mit tatkräftiger Unterstützung von OHA!

 

 

 

 

Vortrag von Tamina Hipp am 21.11.2017 im TU-Kolloquium Technik- und Innovationsforschung

Tamina Hipp (ZTG) hält am  21. November 2017, 16 ‐ 18 Uhr, im Forschungskolloquium Technik- und Innovationsforschung der TU Berlin einen Vortrag unter dem Titel  „Born to die? Soziale Praktiken im Umgang mit Elektronikprodukten“.

Der Nutzungsdauer von elektronischen Geräten kommt eine entscheidende Rolle zu, wenn die Ressourceneffizienz gesteigert werden soll. Dennoch werden elektronische Geräte häufig kürzer genutzt als dies technisch möglich ist. Die Referentin stellt ihr Promotionsvorhaben vor, indem sie unter Anwendung einer praxistheoretischen Perspektive untersucht, wie es zu kurzen und langen Nutzungsdauern kommt und wie Langlebigkeit gefördert werden kann. Erste empirische Ergebnisse werden präsentiert und diskutiert.

Ort: FH 919, Fraunhoferstr. 33‐36, 10587 Berlin

Neue Publikationen

Neue Publikationen von Mitgliedern der Nachwuchsgruppe

Melanie Jaeger-Erben
Geplanter oder hervorgebrachter Verschleiß? Das Potential (umwelt)soziologischer Praxistheorien zum Verstehen von Obsoleszenz bei Konsumgütern. Verhandlungen des 38. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Band 38 (2017)
In der aktuellen Ausgabe der GAIA 3/2017:
Melanie Jaeger-Erben, René John, Jana Rückert-John
Soziale Innovation: Verheißung oder Verführung? GAIA 26/3 (2017): 245 – 248

Inhaltsverzeichnis der GAIA-Ausgabe

 

 

Letzter Schrei oder langer Atem? Erste Ergebnisse einer repräsentativen Online-Befragung zur Produkthaltbarkeit

Haltbarkeit bedeutender als Innovationen

Das Gros der Bevölkerung wünscht sich Beständigkeit, lange Haltbarkeit und Robustheit bei elektronischen Geräten – anstatt ständig neue Modelle und Funktionen. Dies ergab unsere aktuelle repräsentative Onlinebefragung von 2.000 Personen zwischen 14 und 66 Jahren, durchgeführt im Juli und August 2017 . Im Rahmen der Studie untersuchten wir Erwartungen und Erfahrungen mit Nutzungs- und Lebensdauern bei Elektronikprodukten und fokussierten dabei insbesondere Smartphones und Waschmaschinen.

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Neue Veröffentlichung im Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie 5.2016/2017

Neue Veröffentlichung

Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit. Ursachen und Alternativen für Kurzlebigkeit in der „Wegwerfgesellschaft“, im Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie, 5.2016/2017

Abstract

Obsoleszenz, verstanden als eine „menschengemachte“, gesellschaftlich verursachte Verkürzung der Nutzungs- und Lebensdauer von Konsumgegenständen – gehört zu den zentralen Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung. Insbesondere im Bereich der Elektronikgeräte stehen die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Gewinnung von Rohstoffen, der Produktion und Nutzung von Konsumgütern sowie ihrer Entsorgung den Prinzipien einer nachhaltigen Ökonomie diametral entgegen. Der folgende Beitrag setzt an der These an, dass anthropogene Obsoleszenz durch das Zusammenwirken verschiedener gesellschaftlicher Felder und Akteure und ihrer sozialen Praktiken im Umgang mit Ressourcen und Produkten verursacht wird und als sozio-technisches Phänomen begriffen werden muss. Die Ressourcenwende sollte daher von einem soziokulturellen Wandel flankiert werden, in dem ressourcenschonende Produktionsweisen, nachhaltiges Design, öko-innovative Geschäftsmodelle und nachhaltige Konsumpraktiken gesellschaftlich an Relevanz gewinnen. Aufgabe der Wissenschaft ist dabei, das sozio-technische Phänomen der anthropogenen Obsoleszenz in seiner Komplexität interdisziplinär zu untersuchen und in transdisziplinären Zusammenhängen Strategien für ihre Überwindung zu erarbeiten.

  • Jaeger-Erben, Melanie; Winzer, Janis; Marwede, Max; Proske, Marina (2016): Obsoleszenz als Herausforderung für Nachhaltigkeit. Ursachen und Alternativen für Kurzlebigkeit in der „Wegwerfgesellschaft“ in  Rogall, Holger; Binswanger, Hans-Christoph; Ekardt, Felix; Grothe, Anja; Hasenclever, Wolf-Dieter; Hauchler, Ingomar et al. (Eds.) (2016): Im Brennpunkt Ressourcenwende – Transformation zu einer ressourcenleichten Gesellschaft. Metropolis-Verlag für Ökonomie Gesellschaft und Politik GmbH. [1. Auflage]. Marburg: Metropolis Verlag (Jahrbuch Nachhaltige Ökonomie, 5.2016/2017). Seite 91-122. http://www.metropolis-verlag.de/Jahrbuch-Nachhaltige-Oekonomie-20162017/1232/book.do