OHA meets COG – Component Obsolescence Group

Am 25. September veranstaltete die Nachwuchsforschungsgruppe Obsoleszenz ein Fachgespräch zum Thema Abkündigung elektronischer Baugruppen, an dem über 100 Industrievertreter teilnahmen, die zumeist in der Component Obsolescence Group organisiert sind.

Wurde Obsoleszenz in den zurückliegenden Jahren insbesondere medial durch Aspekte wie geplante Obsoleszenz oder geplanter Verschleiß in die Gesellschaft getragen und diskutiert, so nehmen heute die Technik-Leitmedien das Phänomen Obsoleszenz mehr und mehr in ihre Schlagzeilen auf. Denn die Standards in der Elektronik setzt heute die Unterhaltungselektronik und nicht mehr der Automobilbau. Deutschland als Hersteller insbesondere von Investitionsgütern im Bereich Fahrzeugtechnik, Medizintechnik sowie Anlagen- und Maschinenbau ist auf Zulieferteile aus der gesamten Welt angewiesen. Stockt die Zulieferung, steht die Produktion. Die größten Herausforderungen haben deutsche Unternehmen heute im Bereich Service und Instandsetzung von Produkten, aber auch für die laufende Produktion werden Bauteile zunehmend nicht mehr produziert und Lösungen müssen schnell gefunden werden, die national und europäisch vermehrt ungelöst bleiben. Die Probleme liegen insbesondere bei aktiven Bauteilen, die etwas rechnen oder speichern können, und bei Displays. Getrieben durch diverse Faktoren werden jährlich Veränderungen an Bauteilen vorgenommen, die zur Abkündigung der aktuellen Produktion führen. Die Probleme, die bisher nur im B2B-Bereich (Business to Business) diskutiert wurden, werden mehr und mehr zum Umweltproblem, da eine Kreislaufwirtschaft verhindert wird. Repair, Reuse, Refurbisment und Remanufacturing sind in einer Kreislaufgesellschaft nur möglich, wenn Bauteile langfristig bereitgestellt werden, um Funktionen wieder herzustellen. Fast alle Industrievertreter haben nach dem Fachgespräch einen Onlinefragebogen ausgefüllt, der aktuell von der Forschungsgruppe ausgewertet wird, um Obsoleszenz im B2B-Bereich besser verstehen zu können.

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